Viele Erkenntnisse trotz unglücklicher 3:4-Niederlage

C-Jugend – Freundschaftsspiel: FSV Weiler zum Stein (FLEX) – VfL Waiblingen II U14 3:4 (3:3) – Bei leichtem Nieselregen und auf einem entsprechend rutschigen, technisch anspruchsvollen Kunstrasen entwickelte sich am Samstagvormittag ein intensives und temporeiches erstes Vorbereitungsspiel unserer C-Jugend. Beide Mannschaften hatten sichtlich „Bock“ auf den Auftakt ins neue Fußballjahr – und das war von der ersten Minute an zu spüren.

Offener Schlagabtausch in Hälfte eins

Die Trainer des FSV hatten sich im Vorfeld einiges vorgenommen: Klare Vorgaben im Umschaltspiel, mutiges Spiel nach vorne und schnelles Nachrücken sollten den Unterschied machen. Und die Jungs setzten dies in der Anfangsphase ordentlich um. Nach einem vorsichtigen Abtasten auf dem glatten Geläuf war mit dem ersten Treffer der Bann gebrochen. Es entwickelte sich ein ständiger Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Der FSV wirkte dabei einen Tick strukturierter im Spielaufbau und zielstrebiger im letzten Drittel.

Die Statistik unterstreicht das ausgeglichene Bild:

  • Schüsse: 11 (FSV) zu 8 (VfL)
  • Versuche gesamt: 14 zu 12
  • Ecken: 4 zu 4
  • Ballbesitz: 48 % zu 52 %

Bis zur Pause schenkten sich beide Teams nichts und erspielten sich ein torreiches 3:3. Sechs Treffer in 35 Minuten sprechen für viel Offensivdrang, aber auch für Luft nach oben im Defensivverhalten auf beiden Seiten.

Fehleranfällige Phase nach der Pause

Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gehörten spielerisch nicht dem FSV. Im Aufbau schlichen sich zu viele Ungenauigkeiten ein, die Passquote litt – insgesamt standen am Ende 185 vollständige Pässe beim FSV gegenüber 197 auf Seiten der Gäste. Gerade im Zentrum fehlte in dieser Phase die Ruhe am Ball, sodass Waiblingen besser ins Spiel fand und mehr Spielkontrolle übernahm. Zwingende Großchancen blieben jedoch auf beiden Seiten eher Mangelware – vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab.

Chancenplus – aber der Lucky Punch für Waiblingen

Gegen Ende der Partie drehte der FSV nochmals auf. Mit zunehmender Spieldauer bekam unsere Mannschaft wieder mehr Zugriff, gewann viele zweite Bälle (174 Ballgewinne gegenüber 170) und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Doch wie so oft im Fußball: Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Nach einer Großchance für den FSV konterte der VfL kurz vor Schluss eiskalt und erzielte das 3:4. Ein bitterer Nackenschlag in einer Phase, in der zumindest ein Unentschieden absolut verdient gewesen wäre.

Am Ende steht eine unglückliche Niederlage in einem insgesamt ausgeglichenen Testspiel. Die Enttäuschung bei den Spielern war verständlich – zu viele gute Chancen blieben ungenutzt, einige Gegentore fielen etwas unglücklich. Doch ein Testspiel ist zum Testen da. Der Kader wurde bewusst voll ausgereizt, um möglichst vielen Spielern ausreichend Einsatzzeit zu geben und verschiedene Konstellationen auszuprobieren. Genau dafür sind diese Spiele da – um Erkenntnisse zu gewinnen und in der Trainingswoche daran zu arbeiten. Bereits kommende Woche bietet sich die nächste Gelegenheit, aus den gemachten Erfahrungen die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Nachbarverein TSV Leutenbach, der uns den breiteren Kunstrasenplatz zur Verfügung gestellt hat. Ebenso bedanken wir uns bei Marc Sommer vom TSV Leutenbach für die souveräne Leitung der Partie.